WEG VON DEN MONOLOGEN - BINDEN SIE IHRE ZUHÖRER AKTIV IN IHREN VORTRAG EIN

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WEG VON DEN MONOLOGEN - BINDEN SIE IHRE ZUHÖRER AKTIV IN IHREN VORTRAG EIN

Um mit ihren Zielgruppen in Dialog zu treten, wenden Viele Unternehmen viel Energie auf.  Sie nutzen beispielsweise Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Blogs, um Kontakt mit potenziellen Käufern aufzubauen. Dadurch erfährt der Unternehmer einiges über die Bedürfnisse, sowie den Wissensstand seiner Zielgruppe. Hinzu kommt: Der Kunde, der sich mit einem Unternehmen im aktiven Austausch befindet, ist deutlich aufmerksamer und aufnahmebereiter, als derjenige der sich nur passiv beschallen lässt. Das ist bei Ihrer Präsentation genauso. Versuchen Sie deshalb während der Präsentation mit Ihrem Publikum aktiv zu interagieren.

Bestimmt kennen Sie die Situation selbst aus Ihrer Schulzeit oder aus vielen Präsentationen, die Sie in Ihrem Berufsalltag schon erlebt haben: Wenn der Referent eine Stunde über ein Thema erzählt, geschieht es leicht, dass man mit den Gedanken abschweift und unachtsam wird. Das geschieht selbst dann, wenn man sich eigentlich für das Thema interessiert. Die Unterteilung in den aktiven Teil (Referent) und den passiven Teil (Publikum) beinhaltet bei jeder Präsentation das Risiko, dass gerade bei der Erläuterung eines wichtigen Sachverhalts ein großer Teil der Zuhörer mit ihrer Aufmerksamkeit nicht mehr bei der Sache ist. Um der Frontalunterricht-Situation zu entkommen, sollten Sie Ihr Publikum aktiv in Ihre Präsentation einbinden. Damit regen Sie Ihr Auditorium zum Mitdenken an und erhöhen die Aufmerksamkeit.

DIE VORTEILE

  1. Das Publikum bleibt aufmerksam, wird zum Nachdenken und zum Mitmachen ermuntert.
  2. Der Referent kann sich durch kleine Redepausen erholen, wenn das Publikum etwas zu tun hat.
  3. Durch die Aktivierung der Zuschauer wird die Präsentation aufgelockert.
  4. Durch das Erschaffen eins gemeinsamen Erlebnisses, kann der Referent für eine positive Grundstimmung sorgen und eine stärkere Bereitschaft für mehr Zuspruch erhalten.

WIE FUNKTIONIERT ES?

Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten:

  1. Zum Beispiel könnten Sie das Thema Ihrer Präsentation als Anreiz für Fragen an das Publikum nutzen. Wenn Sie über eine Dienstleistung oder Produkt sprechen, dienen Fragen nach den eigenen Erlebnissen Ihrer Zuhörer als ein guter Einstieg. Beispielsweise: „Wer von Ihnen hat bereits eigene Erfahrungen mit XY gemacht? Wie haben Sie das erlebt?“ Damit können Sie auch besser erkennen, ob unter den Zuhörern eher eine ablehnende Haltung vorherrscht oder eine positive Grundstimmung vorhanden ist.
  2. Sie können Ihr Publikum auch um eine eigene Einschätzung rund um Ihr Thema Soll das Thema Ihrer Präsentation beispielsweise die Vorstellung eines neuen Elektroautos sein, könnten Sie zu Beginn Ihres Vortrages fragen: Welchen Anteil haben Elektroautos wohl in zehn Jahren am Straßenverkehr?
  3. Das Publikum abstimmen lassen ist auch eine Option. Fragen Sie in unserem Beispiel, wer der Meinung ist, dass 50% aller PKWs in zehn Jahren Elektroautos sein werden und bitten um ein Handzeichen.
  4. Sie können Ihr Publikum auch auf eine Reise in die Welt der Fantasie mitnehmen, um in Gedanken einen idealen Endzustand entstehen zu lassen, der zu Ihrer Präsentation passt.Ist das Ziel Ihrer Präsentation, für die Umgestaltung eines Stadtteiles zu werben, so können Sie Ihre Zuhörer zum fertigen neuen Stadtbezirk leiten. „Stellen Sie sich vor, dass diese Durchgangsstraße, die für dauerhaften Lärm sorgt, sich schon bald zu einer begrünten Fußgängerzone entwickelt, die zum Flanieren einlädt,“ Das Ende Ihrer Präsentation oder eines prägnanten Abschnitts Ihres Vortrags können Sie auch zum Dialog mit Ihren Zuhörern nutzen.
  5. „Gibt es dazu Fragen?“  Dieser obligatorische Satz bietet Ihnen die Gelegenheit in einen direkten Austausch mit den Teilnehmern zu kommen. Dadurch haben Sie die Chance, ein unmittelbares Feedback  zu bekommen, ob Ihre Ausführungen verstanden wurden und ob Ihre Argumente Zuspruch erhalten.

Welche Art von Interaktion mit dem Auditorium Sie wählen bleibt Ihnen überlassen. Wann und welche Fragen sich für Ihre Präsentation eignen, entscheiden Sie selbst, dennoch sollte es sehr sorgfältig überlegt sein. Es gibt kaum etwas demütigenderes als ein Publikum, das die Augen verdreht, weil die Fragen des Referenten töricht, unpassend oder zu abgehoben sind.